Meine Nächte sind ein Traum! Sie waren nie besser …

Seit ein paar Wochen ist mein neues Bett fertig, das ich mir aus Zirbenholz habe machen lassen. Nur Holz ineinander gesteckt, kein Metall, keine Chemie – ausschließlich Natur. Seither schlafe ich tiefer, bin viel entspannter und freue mich jeden Abend aufs Bett – so gemütlich!

Als mir ein Bekannter vom Zirbenholz vorgeschwärmt hat, hätte ich damit ja nie gerechnet. Aber angeblich soll das Holz den Parasympathikus aktivieren, den Herzschlag senken, dadurch eine beruhigende Wirkung haben und die Regeneration beschleunigen.

Da frage ich mich ja: „Wenn das so ist, warum ist da früher niemand drauf gekommen? Das würde doch den Schlaf völlig revolutionieren!“

Aber wissts ihr was? Je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird’s: So ein Zirbenholzbett ist gar nicht neu! Früher haben die alten Bauern in den Bergen alle in Zirbenholzbetten geschlafen. Dann kamen IKEA und andere große Möbelhäuser, Metallbetten und ausgefallene Formen aus geleimten, leichteren Materialien wurden viel beliebter. Wer will denn da noch ein Zirbenbett haben wie der Opa?

Nee, lieber wird alles schlecht geredet, was es früher gab. Doch stimmt das überhaupt? Ich glaube: nein! Ein paar Generationen vor meiner und eurer Zeit wussten die Leute wenigstens noch intuitiv, was gut für sie war. Ein Bett aus Zirbenholz für guten Schlaf ist da nur der Anfang.
Außerdem gab es noch Öfen in den Räumen – die waren nachts aus. Da schliefen alle in einem kühlen Zimmer. Und das ist super für das Immunsystem und den Körper, wenn er mal ein bisschen runterfahren kann. Dann kamen die Heizungen und jetzt klagen alle über unruhigen Schlaf und dass sie selbst nach acht Stunden nicht so recht erholt sind.

Auch beim Essen ist es so: Früher haben die Menschen beispielsweise viel Fett gegessen – bis es hieß, Fett sei wahnsinnig ungesund. Ja, jetzt ernähren sich die Industrienationen von Kohlenhydraten und Zucker, Fertiggerichten und Fast Food. Wo das hingeführt hat, könnts ihr in den Arztpraxen sehen. (Soll jetzt nicht heißen, dass ihr euch mit ungesunden Fetten vollstopfen sollts, ist ja wohl klar. Aber gesunde Fette braucht der Körper eben doch.)

In der Generation meiner Oma wurde übrigens auch noch richtig gefrühstückt. Das hat den Stoffwechsel angekurbelt und gab jede Menge Energie für den Tag. Heute sind die meisten so gestresst, dass es morgens nur noch für Zigarette und Kaffee reicht. Dass da der Stoffwechsel nicht in Gang kommt, ist ja wohl klar.

Jetzt will ich gar nicht sagen, dass früher alles besser war und der ganze Fortschritt und die Annehmlichkeiten, die daraus entstehen, schlecht sind. Ich glaube jedoch, ein Großteil der Menschen hat das Gespür dafür verloren, was ihnen wirklich gut täte. Früher hatten sie da noch ein ganz anderes Gefühl dafür und haben es dann intuitiv richtig gemacht. Sie haben sich an der Natur orientiert, weil sie wussten, dass die Natur das Beste liefert, was es gibt – beruhigendes Holz für das Schlafzimmer, zum Beispiel. Oder frisches Gemüse aus dem Garten. Ja, die Natur ist sensationell gut!

Darum finde ich auch, könntets ihr euch einmal zurückbesinnen auf eine natürliche Lebensweise – weg vom krankmachenden „modernen“ Leben. Lassts mal die Oma oder den Opa in euch raus.

Und wenn ihr nicht wisst, wie ihr das in eurem Leben umsetzen könnt, hab ich eine ganz einfache Idee: Schauts euch einfach in eurem Umfeld nach älteren Menschen um – eure Großeltern, zum Beispiel, wenn ihr noch welche habts. Schauts denen zu, wie sie leben, sprecht mit ihnen und hört zu, wie sie es früher gemacht haben. Da kriegts ihr dann schon ein paar Ideen. Versprochen!


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