„Jetzt bleib mal ruhig auf deinem Stuhl sitzen und hampel nicht immer rum.“

Die Eltern am Nachbartisch sehen fix und fertig aus. Die Kids hampeln rum und können einfach nicht still sitzen. Alle paar Minuten sind die Eltern am Ermahnen und Rumerziehen.

Im Gegensatz dazu schaue ich mir die befreundete Familie an, die zu Besuch ist. Die haben die zwei entspanntesten Kinder, die ich je gesehen habe. Kein Genörgel, kein Gehampel, kein Gequengel. Und auch die Eltern sind super ausgeglichen.

Gestresste Eltern, gestresste Kinder

Jetzt ist es ja nichts Neues, dass sich die Stimmung von Eltern auf ihre Kinder überträgt. Wenn sie gestresst sind, wirkt sich das auch auf das Gemüt der Kinder aus.

Meine Freunde haben sich jedoch nicht stressen lassen. Sie haben viel mit den Kids unternommen, haben sich ständig mit ihnen draußen bewegt. Die Kinder waren am Abend müde, die Eltern entspannt, weil es keinen Stress gab.

Nicht nur, wenn ich mir die zwei Familien anschaue, finde ich: Es ist doch das Schlimmste, Kindern die Bewegung zu verbieten, denn sie haben einen stärkeren Bewegungsdrang als Erwachsene. Sie haben eine Menge Energie, die sie rauslassen müssen. Das habe ich letztens bei einer Veranstaltung der Kinderkrebshilfe auch wieder beobachten dürfen: Es war lustig, dem Treiben der Kinder zuzuschauen, wie sie die unterschiedlichsten Spielmöglichkeiten ausprobieren. Da hat keins gequengelt, weil sie alle ausgelastet waren.

Bewegung macht klug

Aber dieser Bewegungstrieb wird ihnen über das Leben hinweg abtrainiert, vor allem in der Schule. Da heißt es: still sitzen, Augen nach vorne. Dabei gibt es Studien darüber, dass Lernen in Kombination mit Bewegung viel erfolgreicher ist. Und es gibt Bewegte Schulen, die das praktizieren. Sie integrieren Bewegung in den unterschiedlichsten Formen in das Lernen. Das finde ich super.

Und das ist nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen so. Überlegts doch mal, wann ihr am kreativsten seids: Wenn ihr auf einem Stuhl am Schreibtisch sitzt, oder wenn ihr im Büro auf und ab gehts? Dachte ich mir doch … Der Mensch ist eben nicht dazu geboren, still zu sitzen. Es steht in seinem Typenschein, dass er sich bewegen muss. Dazu ist der Körper schließlich da. Und was Bewegungsmangel so alles anstellen kann, das könnts ihr unter anderem im Katalog der Zivilisationskrankheiten nachlesen.

Joggend zum Weltfrieden

Also hier mein Plädoyer für mehr Bewegung nochmals zusammengefasst:

  • Der Körper braucht Bewegung, um gesund zu bleiben – denkts nur an Übergewicht und Gelenkprobleme.
  • Bewegung verstärkt die Informationsaufnahme, hilft also beim Lernen
  • Bewegung macht kreativ.

Und wenn euch diese Argumente noch nicht reichen, habe ich noch einen guten Grund, von der Couch aufzustehen, die Kinder vom Computer wegzulotsen und mal einen ordentlichen Spaziergang zu machen: Wenn ihr aktiv seids, schüttet euer Körper gute Hormone aus. Sport macht also gute Laune und entspannt euch.

Überspitzt gesagt, trägt Bewegung also zu mehr Frieden auf der Welt bei. Klingt doch gut, oder?


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